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Abfindungshöhe bei Kündigung einer Teilzeitbeschäftigung


Wie berechnet sich die Abfindungshöhe bei Teilzeitkräften? In größeren Betrieben mit einem Betriebsrat bildet ein vereinbarter Sozialplan die Grundlage für die Berechnung der Abfindungshöhe. Zur Berechnung der Abfindungshöhe wird häufig das letzte bezogene Bruttomonatsgehalt herangezogen. Der Sozialplan muss Vorkehrungen treffen, damit Benachteiligungen von Arbeitnehmern, deren Arbeitszeit sich vor Ausscheiden aus dem Betrieb geändert hat, vermieden werden.

Je nach Sozialplan können hier unterschiedliche Regelungen bezüglich der Abfindung getroffen werden. Ändert sich die Arbeitszeit eines Arbeitnehmers von der Voll- zur Teilzeit, so ist für die Höhe der Abfindung maßgeblich, wie lange vor der Kündigung die Änderung der Arbeitszeit stattfand.

Eine Arbeitnehmerin, die 4 Jahre in Teilzeit und zuvor in Vollzeit in der Firma gearbeitet hat, hat dagegen geklagt, dass ihr Teilzeitgehalt zur Berechnung der Abfindungshöhe herangezogen wurde. Das Bundesarbeitsgericht hat diese Klage in seinem Urteil vom 22.09.2009 leider abgewiesen.

Allerdings kann auch ein Arbeitnehmer, der von der Vollzeitbeschäftigung in die Teilzeitbeschäftigung gewechselt hat, einen höheren Anspruch auf Abfindung auf Basis seiner durchschnittlichen Beschäftigung bekommen. Wann diese Voraussetzungen gegeben sind, muss im Einzelfall geprüft werden.

„Wenn Sie gekündigt wurden, ist es zunächst wichtig, dass Sie die Klagefrist von 3 Wochen für die Kündigungsschutzklage nicht verstreichen lassen“, rät Rechtsanwalt Volker Stankusch. „Ein Rechtsanwalt Ihres Vertrauens kann auch genau prüfen, ob eine vom Arbeitgeber zugesagte Abfindung wirklich auf Basis ihres Teilzeitbeschäftigungsgehalts oder aber auf der Grundlage ihres durchschnittlichen Beschäftigungsgrads zu berechnen ist.“