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Haftung bei Unfall verursacht durch das Bedienen des Navigationsgeräts

Ein Navigationsgerät erleichtert dem Autofahrer das Leben, kann ihn aber auch in Schwierigkeiten bringen. Das Bedienen des Navigationsgerätes während der Fahrt wird rechtlich als grob fahrlässiges Verhalten angesehen. Der Autofahrer kann dadurch den Überblick über das Verkehrsgeschehen verlieren und einen Unfall verursachen. Besonders ärgerlich für den Autofahrer: Er muss für den gesamten dadurch entstandenen Schaden haften, da die Versicherung bei einem grob fahrlässigen Verhalten nicht zahlt. Dies bestätigte das Landesgericht Potsdam in seinem Urteil vom 26.06. 2009 (Aktenzeichen 6 O 32/09). In dem zu beurteilenden Fall hatte ein Mann das Navigationsgerät seines Mietwagens bedient und einen Auffahrunfall verursacht. Die Mietwagenfirma weigerte sich, den Schaden zu übernehmen, obwohl der Mieter eine Vollkasko-Versicherung mit einer maximalen Selbstbeteiligung von 950 Euro abgeschlossen hatte. Die Mietwagenfirma begründete ihre Position mit dem grob fahrlässigen Verhalten des Mieters und bekam vom Landgericht Potsdam Recht.

„Das Bedienen des Navigationsgeräts darf nur erfolgen, wenn das Fahrzeug steht“, weiß Rechtsanwalt Volker Stankusch, „ auch bei anderen Handlungen während der Fahrt, wie beispielsweise das Bedienen des Radios, Rauchen oder Essen, muss immer darauf geachtet werden, ob es die Verkehrssituation beeinträchtigt. Handys sind ebenso wie das Navigationsgerät tabu.

Wenn Ihnen vorgeworfen wird, einen Unfall schuldhaft verursacht zu haben, lassen Sie sich rechtzeitig von einem Anwalt Ihres Vertrauens beraten, ob das auf Ihren Fall auch wirklich zutrifft.“